# Unser Geschenke für Euch

- Link: https://smartnuts.com/2024/09/04/unser-geschenke-fuer-euch/
- Veröffentlicht: 2024-09-04T23:20:12+02:00
- Autor: Michael Bunzel

…. dachte sich wohl die ~12%~, ~8%~, ~5%~, 3% [Porschefahrerpartei](https://www.berliner-zeitung.de/news/sollen-sie-doch-porsche-fahren-lindner-plakat-sorgt-fuer-aufregung-li.258553),
die gerade das BMDV hostage hält, als sie die Idee vom “anerkannten Dienst zur Einwillgungsverwaltung”
gebar.

Mit “Euch” seid freilich nicht ihr, liebe Leser, gemeint. Mit “Euch” wird vielmehr
die Content- und Werbemafia adressiert, die möglichst ungestört ihrem widerlichen
Geschäft der Verhökerung von Nutzerdaten nachgehen will. Nun ist es ja nicht verwunderlich,
dass die FDP, hier in Person von Herrn Wissing, der im Übrigen auch sonst nie durch
~Kompetenz~ gesamtgesellschaftlich förderliche Entscheidungen während seiner bisherigen
Amtszeit als Bundesminister für Digitales und Verkehr aufgefallen ist, Klientelpolitik
betreibt. Ihr erinnert Euch sicher noch daran, als die FDP Mövenpick steuerlich 
beglückt hat …

Einen ähnlichen Coup hat Wissing nun mit seinem Vorschlag gelandet, die Werbe- und
Contentindustrie von den Störenfrieden zu befreien, die sich doch tatsächlich durch
die Cookie-Banner bis zur vierten Ebende der Einwilligungserklärung durchklicken,
um dort wirklich alle nicht notwendigen Cookies abzuwählen. What a shame – diese
verdammten Querulanten – warum wollen die nicht einfach akzeptieren, dass sie nur
zu ihrem eigenen Besten getrackt werden sollen. Dann kam jedoch das BMDV auf eine
gloreiche Idee: Warum nicht so tun, als würde man auf die Wünsche der Querulanten
hören und das Verfahren des opt-out “einfacher” für den Kunden gestalten. Gesagt,
getan. Das Verfahren wird einfacher: Man implementiert jetzt eine “unabhängigen,
anerkannten Einwilligungsdienst”, der jeden Klick der Nutzers im Netz speichert 
und sodann das dort hinterlegte Cookie-Regime gegen eine zentrale Datenbank abgleicht,
um dort zu verifizieren, ob der Nutzer vielleicht schon zugestimmt hat. Ist dies
der Fall, wird der Nutzer nicht mehr mit einem Cookie-Banner belästig. Genial! Und
dann diesen Bullshit auch noch als verbraucherschutzfreundliche Manahme im Netz 
zu verkaufen – dafür muss dieser wahrlich von der FDP kommen.

Ich meine, die ganzen Alternativen, die da auch noch bestehen würden, sind ja völlig
unzureichen (für die Werbemafia):

 * verpflichtendes Opt-in für das Tracking von Nutzerverhalten
 * “Sanktionierung” der Einholung von Einwilligungserklärung über die 10 Unterseite
   in den “Nutzungsbedingungen”
 * verpflichtende Beachtung von “no-follow” bzw. “do-not-track”-Eisntellung des 
   Browser
 * …

Gut, dass die FDP das Wahlvolk in immer wiederkehrender Gleichmütigkeit daran erinnert,
dass sie eigentlich unwählbar ist – es sei denn man gehört zur der kleinen, finanziell
hochpotenten Wählergruppe, die sich die FDP in the long run leisten können.
